Essenz & Synthese: "Die Not der Inszenierung"

Die Not der inneren Leere und die Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit und Erfüllung zeigt sich derzeit sehr deutlich im Phänomen, sich als sog. Influencer in Szene zu setzen. Fast jeder fühlt sich heutzutage dazu berufen, sein eigenes Ding zu machen, und es laut in die Welt hinaus zu schreien. Das könnte als Zeichen für den Aufbruch in die zunehmende Befreiung durch Selbstverwirklichung betrachtet werden, wenn nicht

dieser Beigeschmack von narzisstischer Selbstdarstellung mitschwingen würde. Im Vordergrund steht nämlich meist weniger der Inhalt als die Inszenierung selbst.

Wir suchen uns im Spiegel des anderen. Suchen letztendlich nach Bestätigung und gieren nach der steigenden Zahl unserer Follower. Immer mehr Coachs versprechen dir steigende Klienten- und Umsatzzahlen, wenn du lernst, dich in Szene zu setzen. Es verkommt fast zur Nabelschau. Doch im kollektiven Erwachen des Bewusstseins wird auch die Not der Abspaltung von der eigenen wahren Natur (=Essenz) immer bewusster wahrgenommen, wenn auch zumeist noch nicht wirklich reflektiert, was sich an diesen Kompensationsversuchen sehr deutlich zeigt.


Es ist eigentlich ganz einfach: In Szene muss ich setzen, wenn es von sich aus nicht präsent ist. Von daher ist Inszenierung das Gegenteil von authentischer Integrität, welche aus sich heraus strahlt und eine Inszenierung gar nicht nötig hat. Inszenierung hat immer eine Absicht; sie will haben bzw. irgendwohin. Also hat sie nicht, also ist sie gleichbedeutend mit Mangel. Ein Mangel, welcher so tut, als hätte er. Inszenierung ist ein kläglicher Versuch, Echtheit und Integrität abzubilden. Es bleibt aber immer nur ein Abbild.


Wer bewusst inszeniert, agiert nie aus der Fülle, sonst hätte er auch Präsenz. Wer bewusst inszeniert, ist unbewusst davon überzeugt, dass er das braucht, um wahrgenommen zu werden, denn er muss ja mehr strahlen als die anderen. Ach, kennen wir das nicht irgendwoher? Ach ja, natürlich. Wie heißt es so schön? Höher, schneller, weiter. Bloß kein Stillstand… wie langweilig. Ich sage eher: Ausgebrannt: Wie langweilig.

Ausgebrannt? Ja klar. Wie anstrengend ist es ein Bild von sich aufrecht zu erhalten. Du kannst nie du selbst sein und mal entspannen. Der  Burn-Out zeigt sich als Resultat der Aufrechterhaltung unserer Schutzmechanismen. Statt dass unsere Energie frei fließt, bleibt sie so in verhärteten Energiestrukturen gebunden. Solche Strategien waren für den ursprünglichen Moment (meist in der Kindheit) höchst effizient, auf lange Sicht zwingen sie uns aber durch die Energiebindung in die Knie. Wirkliche Ermächtigung geschieht, wenn die dissoziierten Anteile wieder in das Selbst zurück integriert werden (Verbindung mit Essenz), dann hat man wieder alle Energie, die nun auch wieder frei fließt bei sich, und muss nicht extra Energie aufwenden.


Inszenierungen dienen, da gleichbedeutend mit Mangel, auch dazu, sich Glauben zu machen, man sei wär. Wenn andere an einen glauben, weil sie ihrerseits im Mangel sind, sich allzu gerne blenden lassen, glaubt der Inszenierende dann womöglich selbst an das, was er da inszeniert. Wir kennen das Bild der zwei Bettler, die sich mit leeren Schalen gegenüber stehen, und auf die leere Schale des jeweils anderen schielen, in der verblendeten Sehnsucht, sie möge doch voll sein und seine leere Schale füllen. Inszenierung ist die Abwärtsspirale im Prozess des wieder erwachenden Bewusstseins von Essenz, dem wahren Selbst. In der Inszenierung ist alle Angst vor dem Loslassen alter Egoparadigmen enthalten. Aber um wieder mit seinem wahren Selbst, also mit der wahren Erfüllung  verbunden zu sein, müssen alte verhärtete Überlebensstrukturen losgelassen werden, wenn wir tatsächlich mehr als nur überleben wollen. In der Essenz- und Synthesearbeit geht es genau darum.


Zum Thema „Inszenierung“ schrieb mein geschätzter Kollege A. Viramo: „Der "Zwang" zur Inszenierung ist eine Grundkrankheit unserer Zeit. Und auch die Krankheit aller Szenen und Milieus, egal ob Hipster oder Spirituelle. Wenn ich mich nicht inszeniere, bin ich langweilig und normal. Aber was wäre daran so schlimm? Die Spirit- und Psycho-Szene bietet da einen besonderen Reiz; es lockt das rauschende Gefühl der eigenen Überheblichkeit. Die damit einhergehende Reduzierung der eigenen Freiheit fällt den Betroffenen gar nicht auf. Sucht man nun nach den tiefen Grundüberzeugungen eines Milieus, dann findet man - nichts. Wer es wagt, dies aufzudecken, erntet massiven Widerstand, die Exkommunikation aus dem Milieu ist ihm gewiss.

Man möchte halt nicht spießig sein. Und doch hat sich durch den Inszenierungszwang der diversen Szenen ein neues Spießbürgertum entwickelt.“

Ich danke meinem Kollegen für seine so treffenden Worte. Man will nicht als normal gelten. Dabei SIND wir alle einfach nur normal im Sinne von natürlich wir selbst. Nicht normal ist das Ego. Das Ego will immer besonders sein, weil es sich im natürlich normalen So-Sein noch nicht erfüllt hat. Spirituelles Erwachen ist somit auch keine Explosion am Firmament, sondern eine Implosion ins
natürliche Sein. Keine Zweiheit mehr, die zweifelt oder dementiert, einfach nur das Eine, das, was ist, ziemlich normal, einfach, unspektakulär und wahrhaft erfüllend.

Aber man will nicht normal und langweilig sein, was hier ein und dasselbe zu sein scheint. Aber warum will ich nicht für jemand anderen langweilig sein? Und was ist der Preis, dieser Vorstellung Einhalt zu gebieten. Ist es nicht egal, ob andere einen langweilig finden? Wer hat gesagt, dass ich hier bin, um andere zu amüsieren. Bin ich nicht stattdessen, viel eher gelangweilt, wenn ich mich darin verliere, eine gewisse Außenwirkung meiner Person aufrecht zu erhalten. Ein wirklich nährende und erfüllende menschliche Begegnung wird nicht möglich sein, da ich ja mein Image hoch halten muss, und mich nicht öffnen, also zeigen kann, wie ich wirklich und tatsächlich bin. Ist da die innere Leere, die unweigerlich kommen wird, nicht viel unangenehmer? Die fehlende Erfüllung, der Schmerz durch wenig bis gar kein Bewusstsein über Essenz, des wahren Seins? Somit ist dies ein weiterer Versuch, ins Paradies zurückzukehren. Wie groß die Not ist. Ja, natürlich, die Not ist groß, und das wiederum ist ein Zeichen der Zeit, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn alle Strategien, die versuchen nur ein Image der Essenz darzustellen, müssen scheitern, und das muss erst erfahren werden.

 

 

Die beste Inszenierung ist die spirituelle Inszenierung, was ja ein Paradoxon in sich ist.  Wenn jemand als spirituell bezeichnet wird, weil er mit energetischen z.B. Matrix-Techniken arbeitet,  um schneller, höher und weiter zu kommen, also schneller seinem Gefühl von Mangel bzw. Minderwertigkeit zu entkommen, finde ich auch immer amüsant. Aber die Menschen sind verwirrt. Sie verwenden Worte, ohne ihre tatsächliche Tiefe begriffen zu haben. Soviel Missverständnisse, die bestehen,  auch etwas, was der Anbindung an Essenz, unserem wahren Sein, im Weg steht. Einlassen kostet zu viel Zeit. Komm, wir müssen weiter.

Taruna N. Reupsch

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