Die Botschaft der Depression/ des Burn-Outs in der heutigen Zeit

Nicht diejenigen, die an einer Depression oder an einem Burn-Out leiden, sind krank. Vielmehr ist es unsere Gesellschaft, die nur die Seite der Leistung und des "Höher-Schneller-Weiter" betont, die solche Befindlichkeitsstörungen erst hervorruft. Wollen wir also den depressiven Menschen "heilen", indem wir ihn wieder für die krankmachende Gesellschaft fit machen, oder sollten wir mal tiefer und weiter blicken und einmal unser westliches Wertesystem in Frage stellen? 

Oder sollten wir nicht lieber unsere Gesellschaft mit ihren einseitigen Werten in Frage stellen? Wollen wir nur noch funktionieren bis wir zusammenbrechen, oder wollen wir eine herzliche intelligente Welt, für die das menschliche ganzheitliche Wohlergehen an erster Stelle liegt, und somit erst ein wirklich kreatives und erfüllendes Miteinander möglich macht? Menschen mit Depression oder Burn-Out zeigen uns vielmehr, dass mit unserem Leben heutzutage etwas nicht stimmt. Wir leben in Zeiten des Bewusstseinswandels. Dem einher geht ein Paradigmenwechsel und die Transformation des dualen Weltbildes von gut und schlecht bzw. richtig und falsch. Dualität fußt immer auf Abspaltung und Unterdrückung. Dieses an der Wurzel liegende Übel wird durch das Thema Depression ganz besonder deutlich, weswegen wir hier eine große Chance haben, etwas Grundlegendes zu verstehen und zu wandeln.

Es scheint so, als ob in den letzten Jahren die Fälle, in denen die Menschen an einer Depression (und auch Burn-Out) erkrankt sind, in deutlichem Maße zugenommen haben. Ob dies tatsächlich so ist, oder nur daran liegt, dass sich die Gesellschaft diesem sog. Krankheitsbild mehr und mehr öffnet und sich somit die Scham verliert, sich dies-bezüglich zu bekennen, sei dahin gestellt. Tatsache ist, dass die Depression in den letzten Jahren gesellschaftlich in den Blickpunkt gerückt ist.

Es geht um Leben und Tod 

 

In unserer westlichen Kultur haben wir uns vom Tod abgewandt. In unseren Zellen sind nur die grausamen Umstände, Schmerzen und Qualen, die zum Tod führten, abgespeichert, nicht aber die Spirituelle Erfahrung des Todes als transzendentale Erfahrung der Seele, die wieder ins Licht zurückkehrt. Somit verbinden wir mit dem Tod die größten Ängste. Also wandten wir uns von ihm ab und legten alles in die Waagschale des Lebens. 

 

Unser Leben ist geprägt vom Jugendwahn, von höher, schnelle, weiter. Hierin zeigt sich nichts anderes als die Flucht vor dem Leben. Dem Leben? War es nicht der Tod, der verdrängt werden wollte? Natürlich, aber wenn wir vor dem Tod davon rennen, landen wir auch nicht im Leben. Würden wir stehen bleiben, könnten wir vielleicht im nächsten Moment sterben. Wie oft hören wir in der westlichen Welt den Satz "Stillstand ist gleich Tod ist gleich Untergang"? Tatsache ist jedoch, dass wir nur leben, wenn wir keine Angst mehr vor dem Tod haben. Denn erst wenn wir keine Angst mehr vor dem Tod haben, können wir auch innehalten, mal ausatmen und zur Ruhe kommen. Nur hier in der Gegenwart leben wir. Man lebt weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Leben findet einzig und allein in diesem Moment statt. Tod und Leben sind ein und dasselbe; sie sind die zwei Seiten derselben Medaille. 

 

Burn-out - so paradox es jetzt im ersten Moment vielleicht klingen mag - ist die Gnade von oben. Wie lange wollen wir, die Gesellschaft, noch vor uns und dem Leben davon laufen? Für welchen Preis? Ereilt uns der Tod, vor dem wir davon laufen, so nicht viel schneller, wenn wir nicht leben, weil wir Zeichen missachten und so gegen unsere Gesundheit leben? Wir bekommen alle von oben Unterstützung, auch wenn es nach den alten Paradigmen bemessen nicht so aussehen mag. Für mich sind diese Bremsen immer ein Geschenk; sie bergen die Chance auf Einsicht, auf Erkenntnis, eben auf den Wandel des Bewusstseins. Genau hier gilt es hinzugucken, um aufzuwachen.

 

 

Worauf will die Depression/ der Burn-Out aufmerksam machen?

 

Wenn man sich die Symptomatik dieses "Krankheitsbildes" anschaut, erkennt man, dass alle Symptome einen Sog in den Tod darstellen. Depression wird auch als die "dunkle Nacht der Seele" bezeichnet. Und natürlich lag entsprechend des oben ausführlich dargelegten Weltbildes die Scham zusätzlich zugrunde. Nun scheint sich etwas zu verändern. Wir erfahren mehr Akzeptanz in der Gesellschaft was Depression und Burn-Out betrifft. Ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn es geht um die Transzendenz der Dualität. Und wir können die Trennung nur aufheben, indem wir annehmen und integrieren. So geschieht Heilung, weil wir wieder alles zu uns nehmen, nichts mehr von uns abspalten. So kommen wir in unsere Kraft. 

 

Gehen wir noch einmal kurz in die Vergangenheit: Der Tod wurde verdrängt und erschien uns dann aus dem Unterbewussten meist in Träumen. Er zeigte sich uns in archetypischen Bildern, die immer männlich und furchterregend waren. Das bekannteste Bild ist das des Sensenmannes. Immer wenn etwas in den Schatten verdrängt wird, erscheinen uns Monster und Dämonen, obwohl das Abgespaltene (s.o.) per se kein Monster oder Dämon ist. 

 

 

Nun wird es interessant:

 

Die Welt braucht scheinbar die Depression, um den Tod wieder ins Leben hineinzuholen, womit der dualen Welt der Nährboden ein für alle Mal entzogen wäre. Der Analytiker C.G. Jung hat herausgefunden, dass sich die Depression im Gewand der "schwarzen Dame" zeigt. Dies finde ich äußerst interessant. Damit der Tod da sein darf, muss er sich verkleiden. Er ist also keine furchteinflößende männliche Gestalt wie der Sensenmann, sondern kommt als die Dame in Schwarz daher. Aufgrund aller bisher zusammen-getragenen Symptome, durch die sich eine Depression bemerkbar macht, kommt man auf ein und denselben Nenner. Die Depression zieht in den Tod und bringt somit den Tod - nun auch auf kollektiver Ebene - wieder ins Bewusstsein.

 

Im Frühjahr 2014 war ich Teil eines unglaublich transformierenden und tief erlösenden systemischen Experiments. Es ging um die Wiedervereinigung von Leben und Tod. Wir nannten es die Bewusstseins-Hochzeit. Und in der Annahme und Umarmung des Todes, fanden alle in die Ruhe. Jegliche Hetze, jeglicher Stress viel ab. Alle waren leicht, licht und glücklich. So viel Freude wurde frei. Allen ging es gut. Keine Spur mehr von Isolation, Abgetrennt-Sein...alles war erlöst. Wir schickten dieses kraftvolle Bild mit all der erlösenden frei werdenden Energie in den Äther.

 

Es ist so unglaublich faszinierend, zu verstehen, dass die Menschen, die uns mit der Depression konfrontieren, eigentlich eine viel tiefere Botschaft für die Rettung der Welt in sich tragen. Sie wollen uns auf etwas hinweisen, was so essentiel von Bedeutung ist, dass ich gerade jetzt beim Schreiben schon wieder eine Gänsehaut bekomme. Wenn wir dies erkennen, dann können wir Wertschätzung empfinden, dann nehmen wir an, dann sind wir bereit zu lernen. Denn wer sind wir, zu glauben, dass die sog. Gesunden das Maß der Dinge sind. Lasst uns demütiger werden, lasst uns uns öffnen für unser Menschsein, eben und vielleicht gerade mit all ihren Schattenanteilen. Der Schatten birgt unsere Schätze, sowohl individuell als auch kollektiv. Denn was glauben wir denn, warum bestimmte Anteile des Menschlichen abgelehnt und beschämt worden sind? Weil es einst Machtgierige gab, die das Volk schwächen mussten, um es regierbar und abhängig zu machen. Wenn wir nun beginnen, uns diesem Schatten annehmend zuzuwenden und wieder ans Licht zurück ins Leben zu holen, dann ist nur noch Liebe in der Welt. Und das ist wahrlich die größte Kraft. Denn es ist die Liebe, die eint. Es ist die Liebe und die Demut, die die Angst, welche die Welt bisher gefangen hilft, überwindet, auf dass wir wirklich frei sind und somit in unserer Größe erblühen, ein jeder einzelne von uns. Denn wir sind die Welt, und von einem jeden von uns geht das Licht, die Liebe und der Frieden aus.

 

Taruna N. Reupsch

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